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Bettler Business

Fake it till you make it

Ausgangslage

Vielerorts prägen Bettler das Stadtbild. Nicht so in der Schweiz. Hier wird betteln mit Busse und Gefängnis geahndet.

Idee

Das ist spannend. Schickt man eine Puppe betteln, dann wird der Eigentümer Haftbar gemacht. Je mehr Bettler in einer Stadt verteilt werden, desto mehr Einkommen spült es dem Eigentümer in die Kasse. So funktioniert das erfolgreiche Geschäftsmodell des „Bettler-Business“.

Umsetzung Live-Aktion

Eine Person hockt zusammengesunken in der Fussgängerzone. Sie bettelt um Geld. Ein Pappkarton beantwortet das „Warum“.

Leute gehen vorbei, bleiben stehen, lesen, einige werfen ein paar Münzen in den am Boden liegenden Hut. Der Empfänger ist eine Puppe. Ein Fake. Der Bettler ist weder am Leben, noch am Leiden. Für die Passanten schon. Ob angewidert oder besorgt, sie nehmen ihn in seiner Pose nicht als echten Menschen wahr und hinterfragen seine passive Haltung keine Sekunde.

Umsetzung Pr-Spot

Ein Tourist filmt im vorweihnächtlichen Zürich die malerische Altstadt. Er schwenkt die Kamera und zuckt kaum merklich zusammen. Ein junger Mann inmitten der kaufwütigen Masse. Er holt eine Puppe aus einem grossen Koffer und platziert sie auf dem Gehweg. Die Kamera bewegt sich auf die Puppe zu, stupst sie an. Wir hören die Stimme des Filmers. Ungläubig stupst er die Puppe an und sagt auf Spanisch: „Das ist eine Puppe!“

Das Clip wurde danach umgehend auf ein Monate zuvor angelegtes Fake Youtube-Profil hochgeladen und über Russland, wo der Film viral ging, zurück in die Schweizer Medienhäuser gespielt. Der Fake-Bettler als Business-Modell: Ein Skandal – eine virale Bombe!

Credits

Campaign:Bettler Business
Camera:Chris Niemeyer